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27. Februar 2026

Bürgerinformation: Baumaßnahmen von DRK- und AWO-Kita in Isselburg werden zusammengefasst

Baumaßnahmen von DRK- und AWO-Kita in Isselburg werden zusammengefasst

Ausbauvorhaben überprüft wegen veränderter Betreuungsbedarfsplanung AWO Münsterland-Recklinghausen übernimmt Trägerschaft der Kita

Isselburg. In Isselburg wie auch bundesweit sinken die Kinderzahlen im Kita-Alter und mithin auch die Platzbedarfe in der Kindertagesbetreuung. Vor diesem Hintergrund hat sich der Rat der Stadt Isselburg in seiner jüngsten Sitzung (25.02.2026) mit der aktuellen Situation in der Kindertagesbetreuung im Ortsteil Isselburg befasst. Denn bisher planten sowohl der DRK als auch die AWO, ihre Kitas neu zu errichten bzw. durch einen Anbau zu erweitern. Nun wurden diese Vorhaben neu bewertet. Ergebnis: Die Politik ist dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, nur noch an einem Standort und um eine Gruppe kleiner zu bauen. Träger dieser neuen Kita soll die AWO Unterbezirk Münsterland Recklinghausen werden. Der Trägerwechsel wird zum 01.08.2027 geplant. Stadt und Kreis sowie DRK und AWO gehen nun gemeinsam an die Öffentlichkeit mit den neuen Planungen.

„Uns ist wichtig, dass wir die vielen Veränderungen in der Kindertagesbetreuung und die neue Lösung gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern erklären“, stellt Bürgermeister Michael Carbanje voran. „Auch in Werth haben wir ja bereits diesen Weg für die beiden Kitas der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde eingeschlagen.“

Die Bedarfe in der Kindertagesbetreuung sinken wieder, weil weniger Kinder geboren werden und weniger Kinder zuziehen und zuwandern. Selbst die Nachfrage in den Altersjahrgängen der unter Dreijährigen stagniert oder ist sogar gesunken. „Das erstaunt schon, denn in der Fachwelt werden häufig noch fehlende Betreuungsplätze beklagt“, erklärt Markus Grotendorst, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs im Jugendamt des Kreises Borken. „Die bessere Verfügbarkeit von Plätzen gibt mehr Sicherheit, auch später noch einen Betreuungsplatz zu erhalten.“ Außerdem werden einige Kinder auch in den Niederlanden oder in Nachbarkommunen betreut. Dies hat eine Abfrage bei den Eltern ergeben. Da diese Entwicklung die Planung erschwert, appelliert der Kreis an Familien, rechtzeitig im regelmäßigen Anmeldeverfahren den Betreuungsbedarf anzuzeigen.

Sowohl Kreis als auch Stadt gehen von einer andauernden Phase mit niedrigeren Kinderzahlen aus. Deshalb wurde bereits vor einem Jahr beschlossen, die DRK-Kita Storchennest in der Übergangslösung in der Strombergschule um eine Gruppe zu reduzieren. Das nächste größere Wohnbaugebiet am Passhof benötigt voraussichtlich noch mehrere Jahre Vorbereitung für die nötigen Hochwasserschutzmaßnahmen. Auch an der AWO-Kita am Hortensienweg besteht seit drei Jahren eine zusätzliche Gruppe, für die eine Container-Anlage aufgestellt worden ist. „Die Planungen für den dauerhaften Anbau sind eigentlich fertig und es könnte bald losgehen“, erklärt Christina Figge von der Arbeiterwohlfahrt. „Als Kita-Träger sehen wir aber auch, dass die Kinderzahlen zurückgehen, und leere Plätze werden nach dem Kinderbildungsgesetz nicht finanziert.“

Semira Wießner und Nadine Kuaß, Bereichsleitungen beim Träger der DRK-Kita Storchennest bestätigen die Sorgen um eine ausreichende Finanzierung: „Unsere Kita hat zwei Gruppen und noch ein paar freie Plätze. So kleine Einrichtungen stehen mit der gesetzlichen Finanzierung und dem erwarteten breiten Angebot an Betreuung und Bildung unter einem enormen Druck.“ Alle Beteiligten sind sich einig: Eine gute Kindertagesbetreuung braucht eine stabile Infrastruktur, deshalb müssen bei veränderten Bedingungen die Vorhaben überprüft werden. „Wir wären auch gerne Träger geblieben“, machen Semira Wießner und Nadine Kauß deutlich, dass das DRK mit seinem Team viel Energie in die Kita Storchennest investiert hat. „Große Veränderungen brauchen aber Entscheidungen, auch wenn sie schwerfallen. Wir stehen in einer guten Kooperation sowohl mit Stadt und Kreis als auch mit der Arbeiterwohlfahrt.“

„Wir haben eine langfristig tragfähige Lösung erarbeitet und mussten uns zwischen zwei guten Trägern entscheiden“, erklärt Michael Carbanje und dankt dem DRK und der AWO für die gute Arbeit und den konstruktiven Prozess. 

Für den künftigen Standort am Stromberg wird zurzeit der Bebauungsplan aufgestellt. Die beiden Träger werden nun die Eltern der Kinder in der DRK-Kita und der AWO-Kita zu Info-Veranstaltungen einladen. Darüber hinaus setzen alle Beteiligten Hoffnungen auf die aktuelle Reform des Kinderbildungsgesetzes und ein stabiles Finanzierungssystem.