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31.03.2017

2. Plenarsitzung der Grenzhoppers

Viele Projektideen zur 2. Plenarsitzung der „Grenzhoppers“: 60 niederländische und deutsche Vertreter trafen sich im Bocholter TextilWerk

„An einem besonderen Ort findet heute Ihre „Grenzhoppers“-Sitzung statt,nämlich im neuen Kulturquartier an der Bocholter Aa und Industriestraße – kurz kubaai.“, mit diesen Worten begrüßte der Erste Stadtrat Thomas Waschki die 60 Gäste in der Sky Lounge im LWL-TextilWerk. Die Vertreter von Kommunen, Museen und Institutionen trafen sich hier zur zweiten Plenarsitzung im Rahmen des deutsch-niederländischen Netzwerk „Grenzhoppers“. Gastgeber war dieses Mal auf deutscher Seite die Stadt Bocholt. Die erste Sitzung fand in Winterswijk (Niederlande) statt. Thema der jetzigen Plenarsitzung am
Mittwoch, 22. März 2017 war die deutsch-niederländische Zusammenarbeit, z. B. mit ihren interkulturellen Unterschieden, sowie die Vorstellung der konkreten Projektideen aus den einzelnen Arbeitsgruppen. Außerdem durften die Anwesenden ihre
Ideen zu einem Logo für die „Grenzhoppers“ aufs Papier bringen.

Vier Arbeitsgruppen bei den „Grenzhoppers“

Inzwischen gehören fast 100 Personen, die in der Regel hauptamtlich bei den Kommunen, Museen, Verbänden und Institutionen tätig sind, zum grenzüberschreitenden Netzwerk „Grenzhoppers“. Innerhalb des Netzwerks gibt es vier Arbeitsgruppen – Tourismus, Wirtschaft, Kultur & Bildung sowie Sport & Gesundheit – die sich mit der Erarbeitung
konkreter Projektideen für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Regio Achterhoek und dem Kreis Borken engagieren.

SeptemberKunst, Frauen-Fußball-EM und vieles mehr

Der Sprecher aus jeder Arbeitsgruppe stellt an diesem Nachmittag eine oder auch mehrere konkrete Projektideen vor.
So gibt es seitens der Arbeitsgruppe Wirtschaft die Idee, z. b. den 3 D-Druck bekannter zu machen. Die Arbeitsgruppe
Tourismus möchte in diesem Jahr eine Messe für alle Touristiker – Gastronomen, Hoteliers, VVV’s – grenzüberschreitend
organisieren. Die Arbeitsgruppe Kultur & Bildung wird im September das Kunstprojekt „SeptemberKunst“, das bisher allein in Aalten stattfand, grenzüberschreitend organisieren. So werden dann nicht nur Ateliers in der niederländischen Nachbargemeinde, sondern auch in Bocholt besucht werden können. Außerdem stellen alle teilnehmenden Künstler ihre Werke sowohl in der Koppelkirche in Bredevoort als auch im alten Herding-Gebäude auf dem kubaai-Gelände aus.
Die Arbeitsgruppe Sport & Gesundheit wird im Zeichen der „Grenzhoppers“ ein großes Mädchen- und Frauenfußballturnier in Zusammenarbeit mit Winterswijk ausrichten. Diese Idee wurde anlässlich der in den Niederlanden stattfindenden Frauen-Fußball Europameisterschaft geboren.

Chancen und Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Dr. Christoph Thesing vom „Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS)“ im Haus der Niederlande, Münster, referierte zur den Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das ZNS befasst sich fächerübergreifend mit den Niederlanden und
Deutschland sowie den Beziehungen zwischen diesen Ländern. Dr. Thesing ging insbesondere auf die besondere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ein, die seit vielen Jahren zu den besten der Welt gehört, ein. Er stellte aber auch mögliche Probleme in der Zusammenarbeit vor, so z. B. die Sprache oder die interkulturellen Unterschiede.

Interkulturelle Unterschiede im Alltag

Sonja Hüls, Entspannungstrainerin und Unternehmerin, und Nicky Eppich, Beauftragte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Gemeinden Winterswijk und Oost Gelre (Niederlande) gingen in ihrem Vortrag auf die interkulturellen Unterschiede im Alltag und der Sprache ein. Insbesondere die formelle Art der Deutschen und die eher informelle Art
der Niederlande waren ein Thema. Aber auch das „Duzen und Siezen“ oder auch der Umgang zwischen Chef und Mitarbeiter leuchteten die beiden. Aufmerksam wurden die Zuhörer auch bei der Erklärung, dass innerhalb von Projekten auch schon einmal die Wege zum Ziel geändert würden. Hier braucht es das Verständnis von beiden Seiten, so die Referentinnen, um das gewünschte Ziel am Ende gemeinsam zu erreichen.